Social Media Seelenhygiene

avatar Sarah Schäfer Thomann Wishlist Icon Auphonic Credits Icon

Ich höre so oft, dass Menschen um mich herum von den sozialen Medien und der ständigen Smartphonenutzung gestresst sind. Ich hab mal die dringendsten Probleme gesammelt und ein paar Lösungsvorschläge für dich, wie du wieder zu einem stressfreien Umgang mit Social Media kommen kannst.

Ich werde ständig von irgendwelchen Nachrichten, Anfragen und Benachrichtigungen unterbrochen.

Wenn diese Aussage auf dich zutrifft, ist die Chance groß, dass du am Rechner häufig bei Facebook, Instagram und/oder Twitter eingeloggt bist und die Seite im Hintergrund offen hast. Vielleicht bekommst du auch noch E-Mailbenachrichtigungen UND irgendwo blinkt was auf oder geht ein PopUp hoch wenn irgendwas irgendwo passiert. Auch das Handy gibt Töne von sich, vibriert und blinkt wild, wenn irgendeiner deiner Freunde (oder Bekannte oder Fremde) irgendwo was machen, was entfernt mit dir zu tun hat. Ertappt?
Dann können diese Mittelchen vielleicht helfen. Vor allem die letzten Schritte mögen radikal wirken, aber ich sags mal so: ich hab jetzt seit über einem Jahr keinen Vibrationsalarm mehr in meinem Handy eingeschaltet, es ist 90% der Zeit lautlos und ich hab so viele Benachrichtigungen wie möglich abgeschaltet. Und weißt du was: die Welt hat sich weitergedreht, kein Mensch hat sich jemals beschwert, dass ich nicht schnell genug eine Nachricht beantwortet hätte und mir geht’s deutlich besser. Probier’s aus, du wirst sehn, es tut nicht weh!

  1. E-Mailbenachrichtigungen von Social Media Seiten ausschalten. Alle am besten. Denn mal ehrlich: du gehst doch echt oft genug da rein, dass du sowieso mitkriegst, was passiert, oder?
  2. Pop-Up-Benachrichtigungen ausschalten. Pop-Ups, also kleine Fenster die irgendwie aufpoppen sind das beste Mittel um dich von deiner Arbeit abzulenken.
  3. Audiobenachrichtigungen ausschalten. Auch die Töne sind dafür gedacht, dich zu unterbrechen. Und nochmal: du musst nicht in der Sekunde, in der jemand irgendwo irgendwas macht, was häufig nicht lebensentscheidend ist, darauf reagieren.
  4. Dazu gehört auch: Handy lautlos und Vibrationsalarm aus. Versuch’s mal, den braucht zumindest für soziale Medien keiner! Ich bin sogar so weit gegangen, dass mein Handy immer lautlos und ohne Vibration ist. Meine wichtigsten Menschen kennen den Trick, wie sie mich bei Notfällen trotzdem erreichen. Probier’s mal aus, du wirst schnell feststellen, dass sich sehr viele “Riesenprobleme” nach spätestens einer Stunde oftmals selbst erledigt haben.
  5. Alle übrigen Benachrichtigungen ausschalten, auch den kleinen roten Kreis an den Apps, der dir zeigt, wie viele Aktionen auf deine Reaktion warten. Denn mal ehrlich: wer lässt schon die App zu, wenn dieses rote Dings aufleuchtet? Da siegt doch fast immer die Neugier!
  6. Ausloggen und/oder Apps und Fenster zu. Wenn du am Rechner arbeitest, dann diszipliniere dich und mach im Hintergrund die Apps zu und die Fenster mit den Social Media Kanälen ebenfalls. Dann entscheidest du ganz aktiv und selbst, wann du soziale Medien nutzt.

Ich will nur mal kurz wo reinschauen, aber dann werde ich da reingezogen und verschwende Stunden auf Facebook & Co. Ich hab echt das Gefühl, ich bin den ganzen Tag nur in sozialen Medien unterwegs!

Auch wenn es nicht irgendwelche PopUps, Töne oder Benachrichtigungen sind, die dich in die sozialen Medien ziehen: gerade, wenn man in einer Aufgabe feststeckt, tendiert man schnell dazu, ganz automatisch Ablenkung in den sozialen Medien zu suchen. Oder hast du im Lauf der Woche festgestellt, dass du dir in bestimmten Situationen, wie z.B. direkt nach dem Aufwachen oder beim Starten des Computers, angewöhnt hast, alle Social Media Kanäle zu checken?

Solche Automatismen sind schnell antrainiert und es erfordert ein paar Tricks um sie wieder los zu werden:

  1. Kennst du deine Passwörter für die Social Media Kanäle auswendig? Dann solltest du sie schon aus Sicherheitsgründen alle ändern. Ja, genau, für jeden Account ein anderes, möglichst kryptisches Passwort, bitte. Und dann gilt: aus allen Accounts ausloggen und das Häkchen bei “eingeloggt bleiben” rausnehmen. Wenn du dann erstmal im Passwortprogramm (wie z.B. diesem Passwortmanager) das Passwort raussuchen musst, dann ist dir zumindest bewusst, dass du gerade einen Social Media Kanal aufrufst und du verschaffst dir Zeit, dich vielleicht doch nochmal anders zu entscheiden.
  2. Die Nutzung von sozialen Medien auf bestimmte Geräte, Zeiten oder Orte beschränken. Das geht nur mit Disziplin oder mit ein bisschen Selbst-Austricksen. Zum Beispiel so:
    1. Zum ablenkungsfrei Schreiben gibt es spezielle Programme wie FocusWriter.
    2. Die Nutzungsdauer verschiedener Seiten wie Facebook oder Twitter kannst du mit Addons für deinen Browser beschränken. In diesen Addons für Chrome und Firefox kannst du einstellen, wie lange du auf bestimmten Seiten unterwegs sein willst. Danach ist Schicht im Schacht.
    3. Die Zeiträume festlegen, in denen du Social Media NICHT nutzt. Das geht ebenfalls mit Programmen wie Self Control, mit denen du für eine bestimmte Dauer alle Webseiten “ausschaltest”, die dich vom arbeiten abhalten. Gibt’s hier als Programm für den Mac und hier als Erweiterung für Google Chrome.
    4. Soziale Medien z.B. nur auf dem stationären Rechner nutzen und die Apps auf allen anderen Geräten löschen. Radikal aber wirklich effektiv! Ich habe zum Beispiel keine Facebook Apps mehr auf meinem Smartphone.
    5. Die App Forest hilft dir dabei, dein Handy mal eine Weile aus der Hand zu legen und Bäume zu pflanzen 🙂

 Ich bin ständig erreichbar und das setzt mich unter Druck.

Das kann ich verstehen, das ging mir genauso aber jetzt kommt die schlechte Nachricht: das ist leider dein Fehler, den du jetzt ausbügeln musst und das kann ein bisschen wehtun und/oder zu Entzugserscheinungen und Widerstand bei den Menschen führen, die dich immer erreichen wollen.

Bei mir war es so, dass ich mich gern mal mit Kundinnen, Geschäftspartnern und natürlich mit Arbeitskollegen und Freunden über Social Media vernetzt hab, sowieso alle meine (private) Telefonnummer hatten und ich auch auf allen möglichen Kanälen mit allen möglichen Menschen kommuniziert hab. Zu jeder Zeit und zu jedem unnützen Thema. Bald hatte ich nicht nur den Überblick verloren, wer mir wo wozu geschrieben hatte, wo noch eine Antwort offen war oder worum es genau ging. Und die ständige Erreichbarkeit hat mir das Gefühl gegeben, ständig unter Strom zu sein und nie abschalten zu können. Wenn’s dir auch so geht, hier mein Ratschlag:

Vor allem die Kundenkommunikation, möglichst aber alle Kommunikation auf einen Kanal beschränken und das klar kommunizieren.

Ich kommuniziere mit meinen Kundinnen, mit denen ich fest zusammenarbeite inzwischen nur noch über Trello oder E-Mail. Das erfordert Disziplin auf beiden Seiten, aber nur so kann ich gewährleisten, dass ich gut und für mich stressfrei kommunizieren und zusammenarbeiten kann. Kundenkontakt oder andere arbeitsbezogene Kommunikation per WhatsApp, Facebook oder über sonstige Social Media Kanäle wehre ich ab. Ich informiere freundlich darüber, dass ich nur so erreichbar bin und auf weitere Nachrichten nicht mehr antworte. Klappt in 99% der Fälle. Das letzte 1% ist entweder eine Ausnahme von Herzen oder führt zu keiner Zusammenarbeit.
Für die Kommunikation mit Freunden und Familie gilt ähnliches: ich bin auf ausgewählten Plattformen erreichbar aber nur meine engsten Freunde kennen das Kommunikationsmittel, das mich zuverlässig bei Notfällen erreicht. Deshalb muss ich auf alle anderen Kanäle nicht zwingend reagieren. Und das nimmt sehr, sehr viel Stress von meinen Schultern!

Eigentlich will ich mich entspannen und Spaß haben mit den sozialen Medien, aber oft kommen negative Gefühle wie Traurigkeit, Neid, Aggression oder ein schlechtes Gewissen hoch.

Bei mir war das häufig so: ich wollte mir was Gutes tun oder einfach nur mal durch meine Timeline bei Twitter, Instagram und Facebook scrollen. Aber anstatt dass mich diese Ablenkung glücklich gemacht oder entspannt hat, war ich hier genervt von den immer gleichen Posts und unnötigen Spieleanfragen, da irritiert von den dämlichen und verletzenden Diskussionen und Kommentaren und dort neidisch auf den Account, der alles besser macht als ich, auf die entfernte Bekannte die anscheinend ein Traumleben führt und wurde ganz traurig und aufgewühlt von den Nachrichtenkanälen, die die immer gleichen schrecklichen Bilder des Weltgeschehens anschwemmten.

Ich hab das nicht mehr ertragen und wollte am liebsten ganz raus aus diesen sozialen Medien. Weil das aber aus ganz verschiedenen Gründen mit zu viel Aufwand verbunden war, hab ich erstmal einen anderen Schritt gewagt, mit dem ich bis heute gut leben und den ich dir auch gern ans Herz legen will:

Alle (!) Freunde, Accounts, oder Seiten denen zu folgst, nicht mehr abonnieren bzw. stummschalten.* Und dann nur wieder zuschalten, was du vermisst.

Das hatte bei mir zur Folge, dass ich keinen einzigen Nachrichtenfeed mehr abonniert habe und nur noch etwa 10% aller von mir mit gefällt mir markierten Seiten und Businessaccounts und Gruppen in der Timeline auftauchen und ich 80% all meiner Social Media Freunde nicht mehr abonniere.

Das klingt erstmal nach einem krassen Schritt, hat aber nicht nur für mich sehr positive Folgen: ich bin deutlich entspannter und weiß, dass ich nichts verpasse, wenn ich mal ein paar Stunden meinen Account nicht checke.

Die Seiten, Businessaccounts und Gruppen, die ich wirklich mag und mich echt glücklich machen, erhalten meine volle Aufmerksamkeit. Weil ich von diesen Accounts wirklich alles angezeigt kriege und nichts mehr verpasse, kann ich diesen Juwelen die nötige Aufmerksamkeit schenken.

Ähnlich ist es mit den Freunden: wenn ich wirklich einen vermisse und mich frage “Was macht er oder sie eigentlich so?” schreibe ich entweder direkt eine Nachricht oder schaue mal aktiv im Profil vorbei. Und die Posts der Freunde, die ich weiterhin oder wieder abonniert hab, tauchen sofort in meiner Timeline auf und gehen nicht zwischen den unnützen anderen Posts auf. Jetzt hab ich übrigens auch Zeit, die wirklich guten Posts entsprechend zu honorieren.

Das macht jetzt endlich wieder Spaß und ich habe wirklich keine schlechten Gefühle mehr bei der Social Media Nutzung.

So gehe ich übrigens auch andersrum mit meiner eigenen Kommunikation nach außen um: ich möchte niemanden zuspammen mit unnützen Infos sondern Mehrwert bieten und eben mehr gute Zeit ins Leben von anderen bringen.

* das geht bei Facebook und Twitter sehr gut, bei Instagram musst du in der Tat allen Menschen entfolgen, die dich nerven.

 

Ich müsste Instagram und Facebook und Twitter und am besten noch irgendwo einen Account bespielen, aber irgendwie kann ich das nicht richtig und es überfordert mich.

Eine meiner Kundinnen hat sich sehr, sehr unwohl mit Facebook gefühlt. Sie war eigentlich nur noch wegen ihrer Fanseite dort angemeldet, hatte aber auch das Gefühl, dass sie dort nicht ihre Kundinnen erreicht. In der gemeinsamen Arbeit haben wir herausgefunden, dass es für sie nur einen Weg gibt: Schluss mit Facebook. Weder für die Stärkung ihrer Marke noch für die Erreichung ihrer Kunden war Facebook hilfreich. Sie ist seitdem sehr viel befreiter, kann mehr Zeit und Herz in ihre anderen Kommunikationskanäle stecken und hat den Schritt nie bereut. Es lohnt sich also, ganz genau hinzusehen: Musst du wirklich jeden Social Media Kanal bedienen? Welcher macht dir Spaß, wo fühlst du dich zu Hause? Warum bedienst du die anderen Kanäle? Weil es jeder tut oder weil du darüber tatsächlich Kunden gewinnst? Sind deine Kunden überhaupt bei den sozialen Medien, die du bespielst? Oder wäre es vielleicht besser für deine Marke nicht dort vertreten zu sein?

Diese Fragen sind wertvoll, aber nicht immer leicht zu beantworten und sie füllen ganze Workshops, die ich mit meinen Kundinnen mache.

Um den Antworten näher zu kommen, kann es für dich sinnvoll sein, den folgenden Test zu machen:

Jeweils einen Monat lang probierst du folgendes Szenario aus und hältst schriftlich (!) für dich fest, wie es dir damit geht. Zum einen dir gefühlsmäßig und zum anderen wie sich das Experiment auf deine Umsätze und Kundenkontakte auswirkt:

  • 1 Monat gar keine Social Media Kanäle aktiv bespielen und die Zeit nutzen um über andere Werbe-/Marketingmaßnahmen nachzudenken, die zu dir passen. Mal wieder eine Postkarte an eine Kundin schicken, von der du lang nichts gehört hast. Blogs durchstöbern und relevante Beiträge kommentieren und so weiter. Raus aus der Komfortzone, probier neue Dinge aus!
  • Je 1 Monat nur einen deiner Kanäle bespielen und dich diesem Kanal mit aller Aufmerksamkeit widmen. Lies was zu Strategien, Tipps & Tricks im Umgang mit dem Social Media Kanal. Probier verschiedene Dinge aus, aber eben nur auf EINEM Kanal. Alle anderen lässt du links liegen.

Am Ende deiner Experimentiermonate liest du nochmal deine Notizen und überlegst, wie es dir ergangen ist. In dein Portfolio nimmst du dann nur die Kanäle wieder auf, die dir guttun und Spaß machen.
Denn in Sachen Businessaccounts bei Social Media gilt: ganz oder gar nicht. Lieblos dahingeschleuderte Posts, erzwungene Lockerheit und unauthentische Kommunikation spürt der Leser und potentielle Kunde sofort!
Und noch ein Tipp: Investier Zeit in eine gute Content Strategie, die authentisch und wahrhaftig widerspiegelt, was du tust, wer du bist und wofür du stehst. Das macht so vieles leichter und spart zudem langfristig Zeit. Denn mit einer guten Content Strategie kannst du deine Social Media Aktivitäten klug bündeln und zielführend gestalten.  Trau dich!

 

Ich will ja nicht sagen, dass früher alles besser war, aber es nervt echt, dass meine Familie/Kollegen/Freunde (und ich) dauernd am Handy hängen, wenn wir uns treffen.

Ich habe eine Gruppe Freundinnen, mit der es eine Zeit lang ganz furchtbar war, weg zu gehen. Wenn wir uns trafen, musste ständig jemand raus zum telefonieren, Nachrichten mussten beantwortet, Mails gecheckt und schnell mal was im Netz nachgeschaut werden.

Irgendwann haben wir selbst gemerkt, dass das doof ist und die Qualität unserer Gespräche einfach nicht mehr so gut war, wie früher. Wir haben uns nicht mehr richtig zugehört und nur noch oberflächlich miteinander gesprochen.

Unsere – eigentlich ganz nette und spielerische – Lösung:

Alle Handys kommen am Anfang des Treffens in die Mitte des Tisches oder in einen Korb oder so. Und die erste, die nach ihrem Handy greift, muss die Getränke für alle zahlen.

Ganz schnell habe nicht nur ich Ton und Vibration beim Handy abgestellt, denn wenn das Handy erst mal vibriert, konnte kaum eine widerstehen.

Eine meiner Freundinnen hat erzählt, dass sie die Idee jetzt auch mit anderen Müttern auf dem Spielplatz weiterführt. Die erste, die das Handy aus der Tasche zieht, geht allen ein Eis holen – inklusive Kindern.

Dasselbe geht natürlich auch beim Abendessen mit der Familie: wer zuerst zum Handy greift, muss den Tisch abräumen oder so.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren und wenn Du Fragen hast, hinterlass gern einen Kommentar oder schreib mir an sarah@mehrgutezeit.de .

Alles Liebe

Sarah

4 Antworten auf „Social Media Seelenhygiene“

  1. Liebe Sarah,
    eine wundervolle Folge, die du da gemacht hast. Ich kann alle deine Tipps nur unterstreichen und habe für mich auch beschlossen mal genau zu prüfen, wann ich wieso Instagram und Co. aufmache.
    Für mich ist es z. B. hilfreich, die Apps auf dem Handy auf der letzten Seite zu haben. So sind sie nicht gleich gegenwärtig, wenn ich den Sperrbildschirm „aufmache“ um etwas im Netz nachzugucken. Des Weiteren möchte ich selbst meine InstagramStories nur noch bis mittags machen. Da bin ich noch fit und bereit dafür, alles was nach 13 Uhr passiert ist eher ein Zwang als Freude.
    Eine sehr anregende und mutmachende Folge, sein eigenes Social Media Verhalten zu beobachten und ggf. zu korrigieren.
    Danke dir von Herzen.

    1. Liebe Jenny,
      vielen Dank für deine lieben Worte! Es freut mich sehr, dass du was aus der Folge mitnimmst.
      Ich hab meine Apps auch versteckt in einem Ordner und einige sogar ganz gelöscht. Alles, was mit facebook zu tun hat, hab ich nur noch auf dem stationären Rechner (bisher ging die Welt davon nicht unter 😉 )
      Alles Liebe und bis bald
      Sarah

  2. Liebe Sarah,
    willkommen in der schönen neuen Welt der “Weapons of mass distraction”. Ich verstehe Dich sehr gut, diese permanente Überflutung mit Dingen macht uns manchmal zu Zombies. Und in den modernen Zeiten sind Messenger-Programme in denen man sich als “bschäftigt” oder ähnlches defnieren kann gar nicht mehr vorhanden, jeder muss immer “on” und erreichbar sein. Die Notifications auf meinem Smartphone habe ich schon lange zugedreht und fahre gut dabei, denn dann gucke ich halt nur in meine Twitter-Timeline wenn ich mal eine kleine Auszeit habe.

    Ein paar Buchtipps hätte ich für Dich, allerdings alles Bücher in Englisch:

    1. Clay Johnson – The Information Diet
    Da geht es weniger um die Social Nets als viel mehr um die ganzen sonstigen Nachrichtenticker die wir für “wichtig” halten.

    2. Cal Newport – Deep Work
    Sehr gutes Buch mit vielen Beispielen, z.B. ist J. K. Rowling eine ganze Weile komplett “offline” gegangen um den 7. Band von Harry Potter fertig zu schreiben.

    3. Theo Compernolle – Brain Chains
    An dem Buch lese ich noch, aber es handelt genau davon, dass wir unsere Smartphones falsch nutzen und uns von ihnen den Tagesablauf diktieren lassen.

    So, jetzt aber mal stop, sonst sagst Du am Ende noch ich mülle Dich auch noch zu. 😉

    Liebe Grüße in die Chemiestadt am Rhein aus der Fuggerstadt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.